Tinder, Social Media und Modern Life - die Überforderung durch (zu viele) Möglichkeiten

Wir alle haben heute viel mehr Möglichkeiten als früher. Und das ist zunächst mal was Tolles. Aber es steckt für Manche auch eine gehörige Portion an Überforderung darin.

Krisenbegleitung bei Insolvenz

Wenn ein Mensch in meinem Alter etwas in Richtung Wirtschaft studieren wollte, hatte er die Wahl zwischen BWL und VWL. Ein junger Mensch heute hat die Wahl zwischen 30 verschiedenen BWL-Studiengängen.


Bei der Suche nach einem passenden Partner haben wir nicht nur die Wahl zwischen etwa 30 Internetportalen und 10 oder mehr Apps. Auch auf den Plattformen scheint die Auswahl schier unendlich.


Wenn jemand ein neues Business aufbauen oder das bestehende Business ausbauen möchte, bieten verschiedenste Social Media Plattformen und andere online-Angebote wiederum eine Fülle an Möglichkeiten.


Das alles ist toll, es ist eine neue Freiheit. Wir können unsere Lebens- und Arbeitswelt in die Hand nehmen und nach unseren Wünschen gestalten.


Die Angst vor Entscheidungen

Wie fast alles auf dieser Welt hat aber auch die Fülle an Möglichkeiten eine Kehrseite der Medaille. Sie führt nämlich dazu, dass es einigen Menschen immer schwerer fällt, eine Entscheidung zu treffen. Oder, mit einer getroffenen Entscheidung zufrieden zu sein, ohne sie permanent zu hinterfragen.



Durch die Fülle an Möglichkeiten steigt die Angst, etwas zu verspassen.


Durch die Fülle an Möglichkeiten steigt die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.



Also: lieber weiter-swipen, sich nicht festlegen, sich alle Möglichkeiten offen halten, trotz getroffener Entscheidung alles hinterfragen, weitersuchen... puuh, auf Dauer ganz schön anstrengend!


Fühlen, Reden, aktiv werden

Was kannst du tun?


First:

Hör auf, dir einzureden, dass du Entscheidungen mit dem Kopf triffst. Bei einer Entscheidung sind immer Kopf und Gefühl involviert - und das Gefühl zu einem deutlich größeren Anteil. Also: nimm dir die Zeit, in dich reinzuhorchen. Was fühlt sich für dich gut an. Und dann vertraue deinem Gefühl.


Second:

Rede mit Familie, Freunden und Bekannten über anstehende Entscheidung. Immer wenn du das Thema laut formulierst, wird es in dir ein Stück klarer und strukturierter. Und auch hier: hör auf dein Gefühl! Es ist gar nicht wichtig, was Oma Erna dir rät. Aber es ist wichtig, wie es sich anfühlt, wenn Oma Erna dir ihre Meinung sagt. Das verrät dir, was für DICH passt.


Finally:

Und, falls du mit einer schwerwiegenden Entscheidung nicht weiterkommst: hol dir professionelle Unterstützung, zum Beispiel in einem Coaching. Wir haben schon Menschen bei Entscheidungen begleitet wie "Soll ich Abteilungsleiter werden oder nicht?", "Möchte ich Kinder bekommen oder nicht?", "Soll ich mein Studium abbrechen oder nicht? oder auch "Soll ich mich für meine Frau oder meine Affäre entscheiden?". Im Coaching sagen wir dir nicht, wie du dich entscheiden sollst. Aber wir helfen dir, über den Tellerrand zu blicken, die Dinge mal anders zu betrachten, verschiedene Aspekte zu strukturieren und immer wieder in dich reinzuhorchen, was für dich passt.


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